Unsere nächste Produktion

Hotel zu den zwei Welten

Eine metaphysische Komödie von Eric-Emmanuel Schmitt, 1999

Blackout Theater Hotel zu den zwei Welten Plakat
Blackout Theater: Hotel zu den zwei Welten

Der erfolgsverwöhnte Sportjournalist und Frauenheld Julien findet sich unversehens unter Fremden in einem sehr skurril anmutenden „Hotel“. An diesem merkwürdigen Ort gibt es weder einen Eingang noch einen Ausgang – nur einen Aufzug, dessen Fahrtrichtung nicht vorhersehbar ist. Wie ist er hierhergekommen? Wie kommt er wieder nach Hause?


Er trifft auf Personen mit unterschiedlichen Charakteren und erkennt, dass er und die anderen Gäste sich in einem Stadium zwischen Leben und Tod befinden: Ihre Körper liegen in irgendeiner Intensivstation im Koma, während sie hier im Hotel darauf warten, dass sich ihr Schicksal entscheidet.
In der Gleichheit vor dem jederzeit möglichen Tod fallen alle irdischen Privilegien ab und die Wartenden müssen sich im “Hotel zu den zwei Welten” den Fragen nach ihrem bisherigen Leben stellen.


Eine Stück über die Freiheiten des Lebens und das Mysterium des Todes, über die Gelassenheit, Unausweichliches zu akzeptieren. Und auch ein Stück über die Liebe …

Ensemble

Schauspiel: Niklas Krämer, Wolfgang Merkens, Maik Schulte, Karin Jager, Paula Maria Schmidt, Johanna Wunsch, Aaron Förderer, Gilbert Ballmann

Regie: Karin Jager, Eva Eischet
Plakat: Ingo Faulstich
Musik: Aaron Förderer
Technik: Guido Stehle, Cedric Reichelt
 

Autor

Eric-Emmanuel Schmitt, 1960 bei Lyon geboren, ist Schriftsteller und Filmregisseur und wurde ab 1991 als Theaterautor bekannt und mehrfach ausgezeichnet. Später verfasste er auch Romane und Erzählungen, unter anderem auch “Hôtel des deux mondes” und “Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran”, das mit Omar Sharif in der Hauptrolle 2003 verfilmt wurde. Seine Themen drehen sich oft um Philosophie und die Weltreligionen.
Schmitts Werke wurden bereits in 40 Sprachen übersetzt, über 10 Millionen Mal verkauft und zahlreich ausgezeichnet.
Éric-Emmanuel Schmitt lebt in Brüssel, besitzt seit 2008 neben der französischen auch die belgische Staatsbürgerschaft und seit 2012 ein eigenes Theater in Paris.

Termine

Premiere

Freitag

04. Oktober 2019

20:00 Uhr

Alle Aufführungen im Theater 99, Gasborn 9-11 Aachen

Alle Termine

Fr 04.10.2019 20:00
Sa 05.10.2019 20:00
So 06.10.2019 18:00
Fr 11.10.2019 20:00
Sa 12.10.2019 20:00
So 13.10.2019 18:00
Fr 01.11.2019 20:00
Sa 02.11.2019 20:00
So 03.11.2019 18:00
Fr 08.11.2019 20:00
Sa 09.11.2019 20:00
So 10.11.2019 18:00

Karten

Vollzahler: 12,- € / Ermäßigt: 10,- €

Ermäßigungen für

AKuT-Mitglieder, Schüler, Studenten, Auszubildende, Inhaber Aachen-Pass, Inhaber Schwerbehinderten-Pass

Karten gibt es auch an der jeweiligen Abendkasse.

Telefonische Kartenreservierung
bei Aufführungen im Theater99: 0241 – 2 74 58

Vorverkauf bei Aufführungen im Theater99

Kundenservice Medienhaus im ATRIUM am ELISENBRUNNEN
– Tourist-Info Elisenbrunnen –
Friederich-Wilhelm-Platz
52062 Aachen
Servicestelle mit Ticketverkauf
montags – freitags 10.00 – 18.00 Uhr
samstags 10.00 – 14.00 Uhr

Presse

Aachener Zeitung

„Hotel zu den zwei Welten“ des Blackout-Theaters
Menschen zwischen Leben und Tod
10. September 2019
Von Martina Stöhr

AACHEN. Laura tanzt vor Freude. Sie ist nicht zum ersten Mal hier und kennt die Situation zwischen den zwei Welten nur zu gut. „Gesundheit ist nicht meine Stärke“, sagt sie, denn seit ihrer Kindheit ist sie herzkrank, und nun kann sie nur noch eine Herz-
Transplantation retten.
Im „Hotel zu den zwei Welten“ des Blackout-Theaters treffen sich Menschen, die am Rande des Todes stehen. So wie auch der Sportjournalist und Frauenheld Julien. Er möchte nicht bleiben an diesem seltsamen Ort ohne direkten Ausgang. Nur ein Aufzug
kann die Koma-Patienten wegbringen, und dabei gibt es nur zwei Richtungen: Nach oben oder nach unten, in den Tod oder zurück ins Leben.

Seit April probt das Ensemble des Blackout-Theaters die metaphysische Komödie von Eric-Emmanuel Schmitt „Hotel zu den zwei Welten“, die Menschen im Koma in den Mittelpunkt stellt. „Sie sind nicht tot, aber auch nicht bei Bewusstsein. Was mögen sie empfinden?“, lautet die Frage, um die das Stück kreist. „Das Thema scheint zwar düster, aber das Stück hat einen gewissen Witz, der ihm die Schwere nimmt“, sagt Regisseurin Karin Jager, die die Komödie gemeinsam mit Eva Eischet auf die Bühne
bringt. Und auch wenn das Ensemble gleich mit einer ganzen Reihe von Widrigkeiten zu kämpfen hatte und mehrere Rollen gleichsam im letzten Moment neu besetzt werden mussten, hat sich nach Meinung der Regisseurinnen letztlich alles gefunden
und zu einem Ganzen gefügt.

Und nun bewegen sich die Koma-Patienten in einem Raum, der unbestimmt und diffus bleibt. Die Wartenden müssen sich im „Hotel zu den zwei Welten“ den Fragen nach ihrem bisherigen Leben stellen, und dabei fallen angesichts des drohenden Todes alle irdischen Privilegien ab. Der Aufzug und die Frage: „Nach oben oder nach unten?“ spielen die alles entscheidende Rolle. Und auch wenn das Ensemble sich wegen der unerwarteten Ausfälle noch einmal ganz neu finden musste, ist es laut Karin Jager und
Eva Eischet dennoch eine harmonische Inszenierung gelungen.
Besonders schön finden sie, dass sie mit Aaron Förderer auch einen Musiker für das Stück gewinnen konnten. „Er hat eigens Musik für das ‚Hotel zu den zwei Welten‘ komponiert“, sagt Karin Jager. Und auf der Gitarre wird er sie spielen.

Das Blackout-Theater ist eine freie Theatergruppe, die Theaterliebhabern die Chance bietet, auf der Bühne zu stehen. Niklas Krämer spielt den lebenshungrigen Frauenheld Julien Portal, und der Auftritt mit dem Blackout-Theater wird sein Debüt sein. „Ich wollte Theater spielen und habe mehrere Gruppen besucht. Beim Blackout-Theater hat dann auch menschlich alles gepasst“, erzählt er. Als Julien verliebt er sich nach seinem Autounfall in die herzkranke Laura. „Denn die Liebe darf bei einem solchen Stück nicht fehlen“, sind alle gleichermaßen überzeugt.
Wer schließlich überlebt, oder wer mit dem Aufzug nach oben fährt, wird nicht bis in die letzte Einzelheit geklärt. „Es bleibt vieles offen, und der Zuschauer kann es dann für sich selbst entscheiden“, sagt Eva Eischet.

Kontakt

Email: kontakt@blackout-theater.de